Was ist Padel?
Padel ist die am schnellsten wachsende Schlägersportart der Welt — und eine der einfachsten, mit der man beginnen kann. Hier ist alles, was Sie wissen müssen.
Die Grundlagen
25 Millionen Spieler
Padel wird in mehr als 90 Ländern gespielt. In Deutschland wächst die Zahl der Spieler und Anlagen jedes Jahr explosionsartig.
Kleineres Spielfeld
Ein Padelfeld ist 20×10 Meter — kleiner als ein Tennisplatz. Die Glaswände sind Teil des Spiels.
Leichter als Tennis
Die meisten Einsteiger können nach 2–3 Stunden einen Ballwechsel spielen. Kein präziser Aufschlag notwendig — Sie servieren von unten.
Das Padelfeld
Ein offizielles Padelfeld ist 20 Meter lang und 10 Meter breit — genau die Hälfte eines Tennisplatzes. Das Feld ist von einer Kombination aus Glasscheiben (hinten und seitlich) und Metallgitter umschlossen. Diese Wände sind kein Hindernis — sie sind Teil des Spiels.
Wände sind bespielbar
Bälle, die von den Wänden abprallen, dürfen zurückgespielt werden. Dies ermöglicht längere Ballwechsel und verleiht dem Spiel seinen einzigartigen Charakter — ähnlich wie Squash, aber als Doppelspiel.
Drinnen oder draußen?
Padel wird sowohl drinnen als auch draußen gespielt. Deutsche Clubs haben zunehmend überdachte Anlagen, sodass Sie das ganze Jahr spielen können.
Immer Doppelspiel
Padel wird immer als Doppelspiel gespielt — zwei Teams mit je zwei Spielern. Das macht es geselliger als Tennis und reduziert die körperliche Belastung pro Spieler.
Das Netz
Das Netz ist etwas niedriger als beim Tennis (88 cm in der Mitte). Das ermöglicht mehr Spielvarianten und gibt Einsteigern bessere Chancen, den Ball über das Netz zu bringen.
Wie wird ein Punkt gespielt?
Die Grundregel ist einfach: Schlagen Sie den Ball über das Netz, sodass der Gegner ihn nicht zurückspielen kann. Der Ball darf nach dem Aufprall von der Wand abprallen — das macht Padel so einzigartig.
Aufschlag
Der Aufschlag erfolgt von unten — Sie lassen den Ball fallen und schlagen ihn nach dem Aufprall. Der Ball muss diagonal über das Netz in das Aufschlagfeld des Gegners landen. Viel einfacher als beim Tennis.
Ballwechsel
Nach dem Aufschlag darf der Ball einmal auf dem Boden aufprallen, bevor Sie ihn zurückspielen. Der Ball darf auch von den Wänden abprallen, nachdem er den Boden berührt hat — das ist die Kernmechanik von Padel.
Wände nutzen
Sie dürfen die Wände Ihrer eigenen Spielfeldhälfte nutzen, um den Ball zurückzuspielen. Spieler laufen manchmal hinter das Glas, um einen Ball über die Wand zurückzuspielen — eine spektakuläre und einzigartige Technik.
Punkt gewinnen
Sie gewinnen einen Punkt, wenn der Gegner den Ball zweimal aufprallen lässt, ihn ins Netz schlägt, ins Aus schlägt oder ihn über die Wände nicht mehr zurückbekommt.
Punktzählung
Padel verwendet dieselbe Punktzählung wie Tennis: 15, 30, 40, Game. Ein Satz wird von dem Team gewonnen, das zuerst 6 Games gewinnt (mit 2 Games Abstand). Ein Match wird über 3 Sätze gespielt.
| Ebene | Tennis-Äquivalent | Unterschied |
|---|---|---|
| Punkte | 15 / 30 / 40 / Game | Identisch mit Tennis |
| Games | 6 Games pro Satz | Identisch — Tiebreak bei 6:6 |
| Sätze | Best of 3 | Identisch |
| Aufschlag | Zwei Versuche | Von unten beim Padel, von oben beim Tennis |
Warum ist Padel so einfach zu lernen?
Unterhand-Aufschlag
Im Gegensatz zum Tennis müssen Sie keinen kraftvollen Überhand-Aufschlag erlernen. Der Unterhand-Aufschlag ist sofort für Einsteiger zugänglich.
Kleineres Spielfeld
Weniger Distanz zu überbrücken bedeutet mehr Chancen, den Ball zurückzuspielen. Das macht Ballwechsel länger und das Spiel von Anfang an spaßiger.
Wände als Verbündete
Wenn Sie den Ball verfehlen oder einen ungünstigen Winkel haben, können die Wände Ihnen helfen. Das gibt Einsteigern mehr Selbstvertrauen und Spielfreude.
Immer Doppelspiel
Sie spielen nie allein — immer mit einem Partner. Das reduziert den Druck und macht es geselliger als Tennis oder Squash.
Leichtere Schläger
Padelschläger sind kürzer und leichter als Tennisschläger, was Technikfehler bei Einsteigern reduziert und Verletzungen vorbeugt.
Schnelle Fortschritte
Die meisten Einsteiger spielen nach 2–3 Stunden mit einem Trainer bereits einen echten Ballwechsel. Die Lernkurve ist viel flacher als beim Tennis.
Häufige Fragen über Padel
Ist Padel dasselbe wie Paddle Tennis?
Nein — es sind zwei verschiedene Sportarten. Padel wird auf einem umschlossenen Platz mit Glaswänden gespielt, die Teil des Spiels sind — ähnlich wie Squash. Paddle Tennis hat ein kleineres, offenes Feld ohne Wände. Sie teilen das Wort 'Paddle', haben aber sehr unterschiedliche Regeln und Spielstile.
Wie viele Menschen spielen Padel weltweit?
Im Jahr 2024 spielen schätzungsweise 25 Millionen Menschen Padel in mehr als 90 Ländern. Der Sport hat seine Spielerzahl in fünf Jahren mehr als verdoppelt. Spanien führt mit über 6 Millionen Spielern. Deutschland gehört zu den am schnellsten wachsenden Märkten in Europa.
Ist Padel schwer zu lernen?
Nein — Padel gilt als eine der am einfachsten zu erlernenden Schlägersportarten. Der kleinere Platz, das langsamere Spieltempo und die Verwendung von Wänden machen es zugänglicher als Tennis. Die meisten Einsteiger können nach 2–3 Stunden bereits einen flüssigen Ballwechsel spielen. Ein zertifizierter Trainer beschleunigt die Lernkurve erheblich.
Was brauche ich, um Padel zu spielen?
Einen Padelschläger (massiv, ohne Saiten), einen Padelball (ähnlich einem Tennisball, aber mit weniger Druck) und Sportbekleidung. Ein Einsteigerschläger kostet 40–120 €. Viele Clubs verleihen Schläger, wenn Sie die Sportart zuerst ausprobieren möchten. Ein Trainer gibt Ihnen von Anfang an die richtige Technik.
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